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Hoher Meißner

Der Meissner ist zwar mit seinen 754m nicht der höchste Berg, doch wird er gern als "König der hessischen Berge" bezeichnet. Schroff ragt der massive Basaltrücken über 600m aus dem Werratal heraus, von allen Seiten stellt er weithin sichtbar einen imposanten Orientierungspunkt dar. Mythen und Legenden ragen sich um diesen Berg, auf ihm lebe Frau Holle, die allwinterlich für weisse Landschaften sorgt. Natürliche und von Menschenhand geschaffene Orte, wie Seen, Felsklippen und Basaltformationen, unterirdische seit hunderten Jahren schwelende Kohleflötze, die bis heute Rauchwolken dem Berg entweichen lassen, atemberaubende Ausblicke, okkulte Steinbänke und viele andere sondersame Plätze versetzen die Menschen heute noch in diese Sagenwelt, Realität und Phantasie verschwimmen. Wie der Meissner selbst ein Wanderparadies darstellt, ist auch die Umgebung immer einen Abstecher wert.

Erwähnt seien stellvertretend die Hie- und Kripplöcher, eine nicht ganz ungefährliche Gegend. Durch Kalkauswaschungen im Boden ist eine sonderbare Erdfalllandschaft entstanden, Mitte des letzten Jahrhunderts brach gar ein komplettes Kuhgespann 36 Meter tief in den Boden ein. Diese Doline wird heute als "Kuhloch" bezeichnet.

Weitere Orte zwischen Helsa im Westen und im Osten dem Höllental, gekrönt von der auf mächtigen Felsen thronenden Ruine Bilstein, werden präsentiert.

Texte und Fotos © Motivschmiede