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Peugeot

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Wikipedia-Artikel zum Thema "Peugeot"

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Peugeot 403 aus dem Jahr 1963
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Peugeot 403 aus dem Jahr 1963

Peugeot [pøˈʒo] ist ein französischer Fahrzeughersteller und zudem eine der ältesten noch existierenden Automarken; zusammen mit Citroën ist Peugeot Teil der PSA-Gruppe. Peugeot hat seine größten Fabriken in Sochaux in der Franche-Comté nahe Belfort. Weitere Werke befinden sich in Tschechien (107-Produktion) und Spanien (Teile der 206-Produktion).

Peugeot stellt neben Fahrzeugen unter anderem auch Fahrräder, Motorroller, Heimwerkermaschinen, Mahlwerke für die Bauindustrie und Gewürzmühlen her.

In Deutschland hat Peugeot seit 1936 seinen Sitz in Saarbrücken, nahe der französischen Grenze. 1967 wurde die Peugeot Deutschland GmbH gegründet.

Seit Beginn der Serienproduktion 1891 wurden weltwelt über 40 Millionen Fahrzeuge hergestellt. Europaweit gehört die Marke Peugeot zu den meist verkauften Personenkraftwagen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Peugeot 204
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Peugeot 204
Peugeot 204 Cabriolet
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Peugeot 204 Cabriolet
Peugeot 304 Cabriolet
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Peugeot 304 Cabriolet
Der legendäre 205 GTI
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Der legendäre 205 GTI

Die Familie Peugeot war ursprünglich Besitzer einer Kornmühle, später Besitzer einer Färberei. 1812 wandelten die Brüder Jean-Frédéric und Jean-Pierre Peugeot eine Kornmühle in ein Stahlwerk um und begannen mit der Produktion von Sägeblättern und Uhrwerksfedern. Peugeot produzierte auch Kaffeemühlen, Bügeleisen und vieles mehr. Bis heute werden Pfeffermühlen produziert.

1889 ließ Armand Peugeot das erste Fahrzeug, das sogenannte Serpollet-Dreirad bauen, es wurde mit Dampf angetrieben. Erst mit dem Wechsel zu Typ 2 wurde der Wechsel auf Benzinmotoren vollzogen, die allerdings von der Daimler-Motoren-Gesellschaft kamen. Im Jahre 1896 gründete er das Unternehmen Société Anonyme des Automobiles Peugeot. Dieses Unternehmen hatte zwei Firmensitze, einen in Audincourt und einen in Lille. Bereits 1900 wurden 500 Fahrzeuge und 20.000 Fahrräder hergestellt. Bis zum Jahr 1910 gab es noch zwei konkurrierende Peugeot-Marken: Automobiles Peugeot mit dem Werk in Audincourt und Lille sowie Lions Peugeot in Beaulieu. Beide Unternehmen schlossen sich dann zur Société des Automobiles et Cycles Peugeot zusammen.

Im Jahr 1912 wurde in Sochaux ein weiteres Werk gebaut. Ursprünglich wurden hier LKW produziert; 1925 wurde das Werk Sochaux zum Hauptsitz der PKW-Produktion. Durch den Ersten Weltkrieg und die allgemeine Mobilmachung wurden viele Fabriken, so auch Peugeot, gezwungen, ihre Einrichtungen für Kriegszwecke einzusetzen, was dazu führte, dass keine neuen Projekte mehr durchgeführt wurden.

1929 wurden auf der Messe in Paris das Modell 201 vorgestellt. Dieses Modell, welches bis 1936 insgesamt 140.000 mal produziert wurde, erwies sich als besonders erfolgreich und bescherte Peugeot eine bessere Finanzlage und trug wesentlich zum guten Ruf als Autohersteller bei. Der 201 war übrigens das erste PKW mit der später patentierten Ziffer-Null-Ziffer Bezeichnung, die bis heute gültig ist.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau, indem man die technische Ausrüstung und maschinelle Anlagen neu strukturierte. Das neue Modell 203 wurde ab 1948 sofort zum Erfolgsmodell. 1955 wurde mit dem 403 der erste massenproduzierte Peugeot vorgestellt, der mit einem Dieselmotor ausgerüstet war. Gleichzeitig war der 403 das erste vom italiensischen Designer Pininfarina entworfene Fahrzeug.

Das im Jahr 1960 eingeführte Modell 404 war in ganz Europa wie auch im französischsprachigen Teil Afrikas ein großer Erfolg. Der 404 war vor allem als Taxifahrzeug in diesen Ländern sehr verbreitet. Die stetige Expansion von Peugeot führte 1965 dazu, dass die Holding Peugeot S.A. gegründet wurde, welche die verschiedenen Gesellschaften der Firmengruppe kontrolliert. Im selben Jahr wurde der Industriestandort Mulhouse errichtet.

1974 wurde Peugeot Mehrheitsaktionär bei Citroën. Zwei Jahre später war die Fusion perfekt und die PSA-Gruppe entstand. Im Jahre 1978 kaufte PSA dann die europäischen Töchter von Chrysler, mit den Marken Chrysler-Simca, Simca, Sunbeam und Matra-Simca auf. Da man den Chrysler-Namen nicht länger benutzen durfte, wollte man der neuen Tochtergesellschaft zuerst wieder den Namen Simca zurückgeben, aber Marketingexperten rieten davon ab, da die Marke zusehr an Chrysler haftet. Man fand in der sogenannten Schublade, den Markennamen Talbot ( Die von Simca 1959 aufgekauft wurde) und ab 1979 hieß die neue Tochter dann Talbot.

Da sich die Übernahme von Talbot als sehr schwierig erwies und mit sehr hohe Kosten verbunden war, legte man den Vertrieb und die Verwaltung von Peugeot und Talbot 1980 zusammen. Bis zum Erscheinen des Peugeot 205 1983.schrieb der PSA Konzern weiter rote Zahlen, die durch Streiks vor allem bei Talbot und Citröen begünstigt wurden. Mit erscheinen des Peugeot 205 ging es bei Peugeot dann wieder bergauf, nur bei Talbot ging es weiter bergab und schließlich gab man dann die Marke 1986 ganz auf. Den bereits fertigen Nachfolger des Talbot Horizon, ursprünglich geplannt als Talbot Arizona, wurde dann 1985, ausserplanmäßig als Peugeot 309 auf den Markt gebracht.

Bezeichnungsnomenklatur

Peugeot nummerierte bis in die 1930er Jahre alle seine Modelle einfach unter der Bezeichnung Type durch. Begonnen mit Type 1 bis zu etwa Type 192. Hervorzuheben ist der Peugeot Bébé (Type 69), der von 1905 bis 1912 in großen Stückzahlen gebaut wurde, da er der erste echte Kleinwagen von Peugeot war.

1929 begann Robert Peugeot, der Nachfolger von Armand Peugeot, mit dem 201, die Fahrzeuge mit einem Nummerierungssystem mit einer Mittel-Null zu versehen. Zudem führte er den Dieselmotor und das Sonnendach ein. Die Zahlenfolge 201 entsprang zunächst dem Zufall. Diese Baureihe war das zweihundertunderste Projekt der Entwicklungsabteilung von Peugeot. Die Einfachheit und Klarheit des Nummerierungssystems führte dazu, dass man nach diesem Muster alle sechs Fahrzeugklassen bezeichnete. Die Null in der Mitte wurde damit typisch für Peugeot und ist auch markenrechtlich geschützt. Dies führte im Jahr 1963 dazu das Porsche im Namensstreit um den Porsche 901 unterlag und ihn darauf hin 911 genannt hat.

Ab 2004 werden für Sondermodelle auch vierstellige Doppelnullnummern benutzt.

Peugeot Zeitlinie bis 1965
Fahrzeugart und -klasse 1920er 1930er 1940er 1950er 1960er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4
Mini
Kleinwagen 201 202 203
Kompaktklasse 301 302
Mittelklasse 401 402 403 404...
Obere Mittelklasse
Oberklasse 601
Peugeot Zeitlinie ab 1965
Fahrzeugart und -klasse 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Mini 104 106 107
Kleinwagen 204 205 206 207
Kompaktklasse 304 305 309 306 307 308
Mittelklasse ...404 405 406 407
Obere Mittelklasse 504 505
Oberklasse 604 605 607
Micro Van 1007
Geländewagen/SUV P4 4007
Van 806 807

Logo

Peugeot Kühlerfigur
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Peugeot Kühlerfigur
Der Löwe an einem Peugeot 205
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Der Löwe an einem Peugeot 205

Da die Sägezähne an den Rachen eines Löwen erinnerten, wurde der Löwe zum Kennzeichen Peugeots.1858 wurde der Löwe als Markenzeichen registriert, welcher von einem lokalen Goldschmied namens Justin Blazer entworfen wurde. Der Löwe als Logo versinnbildlicht dabei die drei Qualitäten der Sägeblätter: die Robustheit der Sägeblätter, die Elastizität der Klingen und den schnellen Schnitt. Seit 1906 ziert das Löwensymbol die Kühlergrille; bis 1958 wurde es als Kühlerfigur verwendet. Im Laufe der Jahre wurde das Logo mehrfach modifiziert.

Motorsport

Peugeot engagiert sich vor allem im Rallye-Sport. Dort konnten beispielsweise der 306, 307 und der 206 Erfolge feiern.

Im Debütjahr (1984) der ersten Weltmeisterschaft demonstrierte der Finne Ari Vatanen auf Korsika das Potential dieses Kraftpaketes mit seiner zeitweiligen Führung. Danach dauerte es keine drei Monate bis zum ersten Sieg bei der 1000-Seen Rallye in Finnland, wo danach weitere Erfolge in Italien und in Großbritannien anstanden - die Saison und die Sensation waren perfekt.

In den folgenden beiden Jahren dominierte Peugeot trotz sehr starker Gegner die Rallye-Weltmeisterschaft souverän. Die beiden Finnen Timo Salonen und Juha Kankkunen wurden in Folge auf Peugeot Weltmeister des Jahres 1986, die Titel in der Marken-WM ging ebenfalls nach Paris. Damit wurde Audi vom Siegerpodest verdrängt

Bei der RAC Rallye Ende 1985 war es dann an der Zeit, die zweite Auflage des Peugeot 205 T16, Werksbezeichnung "Evolution 2" zu präsentieren. Ihm wurde, um gegen die wachsende Konkurrenz durch Audi, Lancia und Ford die Nase vorn zu haben, ein ausgeklügeltes Flügelprogramm verpasst, einer Diät unterzogen und der Turboladedruck auf 2,5 bar hochgeschraubt. Nun hatte man eine Leistung von 430 PS bei 7500 U/min. erreicht.

Nach der Entwicklung des Peugeot 205 T 16 Evo.II war man technisch an den Grenzen des Rallyesports angelangt, denn die PS-Monster der Gruppe B verlangten mehr nach einer abgesperrten Rennstrecke als nach offenem Straßengelände. Die Autos benötigten die Flügel ja allein schon um auf der Strasse zu bleiben. Und mit Rallyefahrzeugen die schneller fahren als der menschliche Körper reagieren kann, war es nur eine Frage der Zeit bis etwas passieren würde. Peugeot gewinnt die Weltmeisterschaft 1986 und Juha Kankkunen wird Fahrer-Weltmeister.

Nach dem Verbot der Gruppe B Mitte der 1980er Jahre setzte Peugeot die Rallye-Erfahrungen nicht nur beim Pikes Peak - Bergrennen, sondern vor allem auch bei der Wüstenrallye Paris-Dakar in Form der beiden Modelle 205 und 405 weiter erfolgreich ein. Bei diesen spektakulären Motorsportereignissen konnte sich auch hier der Finne Ari Vatanen in die Analen der Peugeot-Motorsportgeschichte eintragen. Peugeot holte die Paris-Dakar Siege in den Jahren 1987-1990.

Daneben gab es Einsätze im Tourenwagensport, wo ebenfalls viele Erfolge gefeiert werden konnten. Des Weiteren war Peugeot als Motorenlieferant für verschiedene Formel 1-Teams (u.a. Jordan) tätig.


Modelle

Bauzeit
Produzierte Fahrzeuge
Baureihe Anmerkung Bild

Modellpalette PKW

2005 107 Kleinwagen, der mit Toyota Aygo und Citroen C1 nahezu baugleich ist.
2005 1007 Microvan mit Schiebe- statt konventioneller Türen
1998 206 in ganz Europa sehr erfolgreich
206 CC wie 206, jedoch als Coupé-Cabrio mit elektro-hydraulischem Metalldach
206 SW verlängerte Kombiversion des 206
206 RC wie 206, jedoch Straßenversion des Weltmeisterautos des World Rally Championship und neu der BFGoodrich Langstrecken Meisterschaft Nürburgring
2006 207 Der 206-Nachfolger ist der jüngste Spross von Peugeot
2000 307 Der Vertreter von Peugeot in der Kompaktklasse
307cc Coupé-Cabrio mit elektro-hydraulischem Metalldach
307 Break Kombi
307 SW Kombi mit Glasdach und Einzelsitzen in der zweiten Sitzreihe
2004 407 Der 407 ersetzt den 406 und ist dabei ein von Grund auf erneuertes Fahrzeug.
407 Coupé
407 SW Kombi mit Glasdach
2000 607 Obere Mittelklasse Das Flagschiff der Modellreihe
807 Dieser Van, der so genannte "Euro-Van", ist eine Co-Entwicklung zwischen PSA und dem Fiat-Konzern.
2007 Roadster; schnell und Spritzig

Neben diesen Fahrzeugen werden in einigen afrikanischen Ländern auch seit teilweise dreißig Jahren Fahrzeuge der Baureihen 504 (auch als Pickup), 405 und 505 verkauft.

Bauzeit
Produzierte Fahrzeuge
Baureihe Anmerkung Bild

Nutzfahrzeuge

Peugeot Partner Hochdachkombi oder Kastenwagen; baugleich mit dem Citroën Berlingo
Peugeot Expert Nutzfahrzeugvariante des 806 bzw. 807 mit bis zu 9 Sitzplätzen, als geschlossener Kombi oder Fahrgestell (also ohne Aufbauten), zwei Radstände; baugleich mit Citroën Jumpy und Fiat Scudo
Peugeot Boxer Kleintransporter mit vier verschiedenen Rädständen und drei Dachhöhen, als Kasten, Kombi oder Fahrgestell mit/ohne Führerhaus, diverse Sonderbauformen; baugleich mit Citroën Jumper und Fiat Ducato
Peugeot D3A
Peugeot D4A
Peugeot J5
Peugeot J7
Peugeot J9
Bauzeit
Produzierte Fahrzeuge
Baureihe Anmerkung Bild

Sportwagen und Konzeptautos

Peugeot 905 Sportwagen
Peugeot 907 Sportwagen
Peugeot Quasar Konzeptauto
Peugeot 307 Diesel Hybrid Konzeptauto
Peugeot 4002 Konzeptauto
Peugeot Moonster Konzeptauto
Peugeot Quark Konzeptauto

Motorroller und Motorräder

Zurzeit umfasst das Angebot von Motorrollern folgende Modelle:

  • TKR 50ccm
  • Elystar 50,125,150ccm
  • Elystar Advantage (Vergaser) 50ccm
  • Speedfight1, 50,100ccm
  • Speedfight2, 50,100ccm
  • Vivacity 50,100ccm
  • Looxor
  • Jetforce TSDI (Einspritzer) 50ccm (wassergekühlt)wird nicht mehr gebaut
  • Jetforce C-tech (vergaser) 50ccm
  • Jetforce 125ccm
  • Jetforce 125ccm Kompressor
  • Ludix One, Snake, Trend, Classic, Elegance und Blaster ( wassergekühlt )
  • XPS Enduro 50
  • XPS SuperMoto 50
  • XPS Street EVO2 50
  • XPS CT 125
  • XR6 50
  • Vogue SX 50
  • Vogue VSX 50
  • XP6 Enduro
  • XP6 SuperMoto

Weblinks

Commons: Peugeot – Bilder, Videos oder Audiodateien
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